Hi I'm Lotta

Heute Stell Ich Euch Mal Einen Ganz Besonderen Teil In Meinem Leben Vor.

Wir waren noch nicht über den Verlust unserer Gipsy hinweg! Bis vor acht Jahren eine 14 Monate alte Mischlingshündin in mein Leben gestolpert ist. Die Bernsteinfarbenen Augen Hypnotisierten mich vor dem Bildschirm, ein Hund aus der Tötungsstation starrte mich an, Deathline in drei Tagen, ohne Besitzer konnte sie nicht gerettet werden, die Tierschutzorganisationen sind überfüllt. 

Ich wusste, dass ich sofort handeln muss. Ich konnte “Stella” nicht sterben lassen. Die ängstliche, ruhige und 4 Jahre alte Labradorhündin MUSSTE SOFORT gerettet werden. Ich hab der Tierschutzorganisation “PCAS” einfach geschrieben , hier wir nehmen sie, zum Leid meiner Eltern. “Es kommt kein zweiter Hund mehr ins Haus” wohnt jetzt seit fast 8 Jahren bei uns – oder mittlerweile bei mir. Aber jeder von uns brauchte Lotta, um zu wachsen – allerdings wussten wir anfangs noch nichts von unserem Glück(meine Eltern, Mogli – der alte Bär und vorallem ich)  Ich wusste ganz genau, dir gebe ich das Leben, dass du verdienst. Endlich bei mir angekommen entwickelte sich die Sache ganz anders als geplant. Anfangs war sie ein richtiges Ekelpaket, nicht die Art von Begleiterin die ich mir vorgestellt hatte, aber es kommt ja immer anders als man denkt (Danke Oma).

Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens. Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte. Er tut es einfach. Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut. (Picasso)

Foto: Philipp Radetzki (mein großartiger Ausbilder)

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Ausbüchsen, Schnappen und Ignoranz gehörte zum täglichen Programm. Meine Eltern hatten Angst vor ihr und ich war überfordert, “Der Hund kommt weg” hieß es von deren Seite. Wir waren total verweifelt und wollten sie noch nicht aufgeben. Als letzte Chance für Lotta (eigentlich uns ) haben wir uns an eine Hundetrainerin gewendet, das Monster musste verschwinden. Das erste was die Trainerin gesagt hat “Kann es sein, dass Lotta hier nicht Willkommen ist?” – Ja kann schon sein meine Eltern haben Angst und ich weiß nicht mehr weiter… Mein Papa war gegen einen zweiten Hund. Aber man kann ja zu der Tochter nicht nein sagen. Nach vielen Trainingsstunden (in der hauptsächlich wir lernten), Tränen und Wutausbrüchen wurde die ganze Sache langsam klarer, sie hat sich nicht willkommen gefühlt, sie ist sehr feinfühlig und sensibel. Aber keinenfalls ein schlechter Hund. Manchmal etwas stürmisch, weil sie denkt sie ist ein ganz kleiner Hund, der keine Kraft hat. Schlechte Laune, Stress und Hektik erträgt sie nicht, also reagiert sie genauso – wie ein Spiegel. Lotta ist mein Spiegelbild, wenn ich sie ansehe, weiß ich wie es mir geht – Lotta und ich sind zusammen gewachsen. Aufeinander abgestimmt.

Hab ich einen scheiß Tag, benimmt sie sich wie der letzte Vollidiot. Bin ich glücklich und entspannt ist sie es auch.  Und die Fraktion “Der Hund kommt weg” würd mir für Lotta am liebsten komplett das Sorgerecht entziehen, da Sie sie mittlerweile so sehr ins Herz geschlossen haben. (Sie darf leider nicht für immer in der Wohnung sein, Hunde verboten, also kommt sie im Urlaub oder wenn mal ein Wochenende Luft ist).Nach all dem was wir zusammen erlebt haben, bin ich so froh, dass sie mir so ein gute Lehrmeisterin und Partnerin ist. Mit ihr an der Seite habe ich keine Angst. Es lohnt sich also doch, den steinigsten und schwersten aller Wege zu gehen, wenn sie an einen schönen Ort führen. Wir vertrauen uns Blind.

Jedem dem ich die Geschichte vom großen, bösen schwarzen Hund erzähl, glaubt mir kein  Wort  “Ach Lotta ist doch so eine Ruhige und Liebe, kann ich mir nicht vorstellen!”  mein Wunsch ging doch noch in Erfüllung, aber ich musste eben was dafür machen 😉 Sie war schon immer der Hund, der sie ist, nur haben wir angefangen Sie mit anderen Augen zu sehen.